Kisiwo 2014 mit dem Musical „König David“ von Thomas Riegler

„Ihr Nichtsnutze, ihr faulen Säcke traut ihr euch denn nicht,
gegen Goliat zu kämpfe, den noch niemand hat besiegt?
Ihr seid feig, und Saul der schweigt, die Krieger fürchten sich zu tot,
warum hilft denn euer Gott nicht in der Not?“
(Aus dem Rap-Text, der auf der Kisiwo entstanden ist)

Durch die verspätete Osterzeit in diesem Jahr startete die Kisiwo 2014 am 21. April. Die Magnolienblüten vor der Burg, die am Ostermontag vor einem Jahr noch nicht mal ansatzweise zu sehen waren, waren diesmal schon verblüht und dementsprechend war der Frühling schon mitten in seiner Schönheit.
So konnten unsere Kisiwo-Teilnehmenden nicht nur in der Burg, sondern auch viel draußen, auf dem Fußballplatz, bei der Rutsche, im Hof und im Wald toben und Spaß haben.

Im Mittelpunkt der Singwoche stand das Musical „König David“ von Thomas Riegler.
David ist eine der eindrucksvollsten Gestalten des alten Testaments – er war ein unauffälliger Hirte, der gerne Harfe spielte und dabei sang. Er wurde als König auserwählt und wurde ein Feldherr und Krieger. Dieses Thema faszinierte alle Teilnehmenden – wir übten die Stücke musikalisch und theatralisch. Wir bastelten Harfe, Bundeslade, Kriegerrüstung und natürlich Steinschleuder, die allerdings bis Ende der Woche in Obhut des Mitarbeiterteams aufbewahrt wurde und nur bei der Olympiade kurz zum Einsatz kam.

Eine Besonderheit der diesjährigen Kisiwo war die breite Altersspanne der Teilnehmenden, was uns Betreuern für die Gestaltung der Woche zunächst herausfordernd schien.
Die Jüngste war knapp 8 Jahre alt und die Älteste schon mitten im 15ten Lebensjahr.
Dennoch verbrachten wir insgesamt eine tolle harmonische Woche – vor allem das Miteinander von Jüngeren und Älteren hat uns besonders beeindruckt.
Wir hatten den Eindruck, dass sich die Jugendlichen auch ein bisschen verantwortlich für die "Kleinen" fühlten und viel Rücksicht auf sie genommen haben. Gerade bei Spielen oder der Olympiade war der Umgang miteinander über die Altersgrenzen hinweg sehr bewegend. Jugendliche wuchsen so auch in Ihre Rolle als Vorbilder, anders als bei einer homogeneren Gruppe, in der sie sich gegenüber den Altersgleichen eher profilieren möchten.
Trotzdem war es nicht so einfach, allen Altersgruppen „musikalisch und spielerisch“ gerecht zu werden - wir haben einige Programmpunkte in zwei Gruppen geteilt (die Räumlichkeiten der Burg boten sich dazu an) und sogar die Schlafenszeiten waren unterschiedlich. Zum Glück gab es hierbei keinerlei Beschwerden oder Einwände!
In der getrennten Probe übten die Jugendlichen zweite und dritte Stimmen (Männerlage) und dichteten freie Texte als Rapgesang für die Szene „David gegen Goliat und Philister“, was in unserer Aufführung ein Highlight war und dadurch diese nicht nur ergänzt, sondern sehr bereichert hat.

Der Höhepunkt der Woche war natürlich die Abschlussaufführung. Nach dem die Kinder ihre Familien wiedergesehen hatten, waren sie glücklich und auch freudig angeregt. Die Aufführung war dadurch einmalig – alles hat wunderbar geklappt und das Publikum war begeistert.
Alle haben dort viele Freunde gewonnen – Viele tauschten Telefonnummern und Adressen aus und die Kisiwo-Gruppe in Facebook wuchs auch.

Was für ein Glück, dass wir diese Kinder haben!

Hae-Kyung Jung
Bezirkskantorin in Freiburg und Leiterin der Kisiwo 2014

Top Impressum/ Datenschutz Links Home