Kindersingwoche 2010

Auch in diesem Jahr füllte sich am Ostermontag die Burg Rotenberg bei Rauenberg mit über 60 Kindern, die gekommen waren, um eine Woche gemeinsam zu verbringen und dabei viel Musik zu machen. Schnell hatten die Kinder ihre Zimmer bezogen, denn schon am ersten Abend stand eine Chorprobe auf dem Programm. Schließlich sollte in nur 5 Tagen die Aufführung des Musicals „Samuels Erbe“ von Andreas Mücksch und Barbara Schatz vorbereitet werden.

„Wer war eigentlich Samuel?“ Auf diese Frage wussten zu Beginn nur wenige Kinder eine Antwort. „Hatte der nicht etwas mit David zu tun?“ Bald fielen den Kindern noch andere Namen ein: Eli, Saul, Isai. Das Leben von Samuel war lang und voller spannender Geschichten. Dem Leiterteam um Kantorin Anne Langenbach schien die Geschichte sogar eigentlich zu lang und man hatte schon beschlossen, das Stück ein wenig zu kürzen. Doch die Betreuer hatten die Rechnung ohne die Kinder gemacht. Eines der schwungvollen Lieder wegzulassen, das kam gar nicht in Frage. Außerdem wollte doch nahezu jedes der Kinder eine Textrolle übernehmen.

Also wurde viel gesungen, Theater geprobt, Kulissen gemalt und die Bundeslade gebastelt. Sogar die instrumentale Begleitung einzelner Musicallieder wurde von Kindern eingeübt. Flöten, Klarinetten, Trompeten und Posaunen, Gitarre und Streicher – alle wurden bei der Chor-/ oder Sololiedbegleitung mit einbezogen, so dass am Ende die Lieder durch die farbige Instrumentierung noch ansprechender klangen.

Zwischendurch gab es natürlich auch Gelegenheit zum Spiel, so z.B. als sich die Bankenkrise bis in den Rotenberger Wald ausgebreitet hatte und die Kinder beim Geländespiel Daten-CDs an Polizisten vorbeischmuggeln mussten. Das Wetter spielte in diesem Jahr gut mit, so dass die Kinder auch viel Zeit draußen im Gelände, auf der Rotenberg-Rutsche oder auf dem Sportplatz verbrachten. Der Kiosk der Burg meldete einen neuen Rekord im Chips-Verkauf und beim Lagerfeuer wurde Stockbrotteig aus 4 Kilo Mehl gebacken und vertilgt.

Obwohl der Bus nach Wiesloch am Samstag fast eine Stunde Verspätung hatte, war bis zur Aufführung um 15.00 Uhr alles aufgebaut und generalgeprobt. Alle Kinder waren hoch motiviert und so wurde die Aufführung ein großer Erfolg. Was Kinder in einer Woche alles lernen und auf die Beine stellen können, erstaunte einmal mehr die Zuhörer. Nach der Aufführung nahmen die Eltern ihre zu Recht stolzen Kinder wieder in Empfang. Beim Abschied hieß es schlicht: „Bis nächstes Jahr am Ostermontag!“

Anne-Christine Langenbach

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