Grußwort zum Jahr der Kirchenmusik

2012 - das Jahr der Kirchenmusik: welch eine Chance!

Die Evangelische Kirche in Deutschland hat auf dem Weg zum 500-jährigen Reformationsjubiläum 2017 jedes Jahr unter ein anderes Thema gestellt. 2012 lautet das Thema „Kirche und Musik“ und so begehen wir in ganz Deutschland das Jahr der Kirchenmusik.

Schon 2011, im Jahr der Taufe, hat sich gezeigt, welche Möglichkeiten darin liegen, mit einem großen überregionalen Thema zu arbeiten: Die Veranstaltungen vor Ort erfahren die zentrale Öffentlichkeitsarbeit und die öffentliche Aufmerksamkeit, die daraus entsteht, als große Unterstützung und Bestärkung; die zentrale Öffentlichkeitsarbeit wäre aber nicht möglich ohne die vielen kleinen und größeren Veranstaltungen vor Ort. Kirche auf den verschiedenen Ebenen zieht so an einem Strang und wird dadurch gerade für der Kirche ferner Stehende noch einmal ganz anders erfahrbar. Und das ganz Gewöhnliche, das wir ohnehin tun, wird auf einmal ganz anders wahrgenommen.

Es gibt auch Außergewöhnliches in diesem Jahr. Die badische Broschüre zum Jahr der Kirchenmusik, die Sie hoffentlich alle kennen, enthält eine Rubrik „Kirchenmusik mal anders“. Darin findet sich eine Reihe von musikalischen Events. In den Debatten um die Gestaltung des Jahres der Kirchenmusik haben wir im landeskirchlichen Beirat für Kirchenmusik intensiv um die Bedeutung von solchen Events gerungen. Einige sehen darin die Gefahr einer Abwertung der kontinuierlichen und unspektakulären Arbeit, die für das Weitertragen von Kirchenmusik aber unerlässlich ist. Ich möchte das nicht so sehen. Die kontinuierliche Arbeit, das wöchentliche Proben, das Musizieren im ganz durchschnittlichen Gottesdienst ist in der Tat von höchster Wichtigkeit. Und dieses braucht ab und zu einen besonderen Höhepunkt, etwas Außergewöhnliches, worauf man hinfiebert.

Wir hatten das immer schon: Landeskirchengesangstage und Landesposaunentage waren immer schon solche Events. Und wir werden gerade diese Veranstaltungen auch in Zukunft weiterentwickeln. So soll das Jahr der Kirchenmusik am 6. Juli 2013 seinen Abschluss finden mit dem Chorfest in Pforzheim, das in der Tradition der Landeskirchengesangstage steht und zugleich über diese hinausgehen soll. Wenn wir „Kirchenmusik mal anders“ gestalten, dann geht es darum, auch bisher der Kirchenmusik ferner Stehende durch ungewohnte Veranstaltungsformate anzusprechen und sie für die Musik und den christlichen Glauben zu begeistern. Ich bin gespannt, ob uns das gelingt.

Andere Menschen als bisher ansprechen, der Kirchenmusik ein frisches Image geben - dazu dienen auch die Versuche Kirchenmusik und Internet miteinander in Kontakt zu bringen. Unter www.kirchenmusik2012.de finden Sie nicht nur viele Informationen rund um Kirchenmusik, sondern auch einen originellen YouTube-Clip zum Jahr der Kirchenmusik (bitte anschauen und weiter verbreiten!). Außerdem haben wir einen Wettbewerb ausgeschrieben und erhoffen uns so, weitere lustige und anregende Video-Clips zusammenzutragen. Vielleicht wäre das auch eine Idee für Ihren Chor oder Ihre Jugendkantorei!

Ihnen allen, die Sie sich mit viel Engagement einsetzen für die Kirchenmusik, möchte ich an dieser Stelle herzlich danken. Ohne Ihren Einsatz gäbe es kein Jahr der Kirchenmusik!
Ich freue mich auf viele anregende Veranstaltungen und viele Begegnungen.

Matthias Kreplin
Oberkirchenrat und Leiter der Abteilung Gottesdienst und Kirchenmusik

PS: Sehen wir uns beim Badischen Kirchenmusikkongress am 23. Juni 2012 in Karlsruhe?

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