Chorfest 2021 in Karlsruhe

Das Datum für das kommende landeskirchliche Chorfest stand bereits, der 2. bis 4. Juli 2021. Nun ist auch der Ort gewählt worden: Karlsruhe. Das hat seinen besonderen Grund: Das Chorfest 2021 wird nämlich verbunden mit den Festlichkeiten zum 200. Geburtstag der badischen Landeskirche, das Gedenken und Feiern zur damaligen Union zwischen der lutherischen und reformierten Kirche von 1821. Das war damals ein vorausweisendes ökumenisches Signal und ein Zeichen für den konfessionellen und gesellschaftlichen Frieden in Baden. Die bewährten Elemente der Chorfeste von 2017 in Heidelberg und 2013 in Pforzheim werden aufgenommen und mit dem Festakt und Festgottesdienst zum 200 jährigen Bestehen der Evangelischen Landeskirche in Baden verbunden.

Geplantes Programm (Stand September 19)

Freitag, 2. Juli 2021
Festakt zur Geburtsstunde der Landeskirche in der Stadtkirche. Voraussichtlich um 19 Uhr wird ein Theaterstück auf dem Marktplatz die Errungenschaften der ökumenischen Union in Baden darstellen – mit Chormusik. Diese Stücke werden auch teilweise Eingang in das Chorheft finden.
Danach wird auf dem Marktplatz noch Gospelmusik erklingen, der Gospelchor Stavanger konnte als absoluter ‚Top Act´ hierfür gewonnen werden

Samstag, 3. Juli 2021
gehört dem Chorfest mit beliebten und bewährten Elementen wie anregenden Workshops, beliebte große Chormusik zum Mitsingen, Programm für Kinder, Vespergottesdienste, Chornacht und Abendliedersingen. Das Theaterstück mit Chormusik wird noch einmal aufgeführt .

Sonntag, 4. Juli 2021
wird – mit möglichst vielen Chorsängerinnen und Sängern- der Festgottesdienst zum Unionsjubiläum mit Landesbischof Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh auf dem Marktplatz in Karlsruhe gefeiert.

Die Stadt Karlsruhe freut sich auf das Chorfest in Verbindung mit dem Jubiläum der badischen Landeskirche. Eine Steuerungsgruppe hat ihre Arbeit aufgenommen. Ihr gehören Bezirkskantor Johannes Blomenkamp, Axel Becker, Pfarrer Walter Boes und Pfarrerin Susanne Labsch, KMD Achim Plagge als künftiger Landessingwart, Jochen Martin als Eventmanager, LKMD Kord Michaelis, Landesposaunenwart Heiko Petersen und Dekan Dr. Thomas Schalla an, sowie Pfr. Dr. Hans-Jürgen Ulrichs vom Unionsbüro der Landeskirche. Viele weitere Gremien wie der Verbandsrat des Chorverbands und der Beirat für Kirchenmusik haben bereits mitgedacht und geplant und es ist noch vieles zu tun, bis alle Einzelheiten bedacht und geplant sind.

Chorheft
Unter Leitung von Landeskantor Johannes Michel hat der Chorheftausschuss seine Arbeit begonnen und wir sind sehr zuversichtlich, dass das Chorheft 2021 spätestens zum Beginn der Probenzeit nach den Sommerferien 2020 vorliegen wird. Neben vielen festlichen Chorstücken aus verschiedenen Epochen soll es auch chorisch gut singbare Gospel enthalten und Chorsätze aus der internationalen Ökumene. Der zweihundertjährige Geburtstag der Landeskirche in Baden war nämlich auch der Anlass, die kommende Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen nach Karlsruhe einzuladen- und die etwa 5.000 Gäste aus Kirchen in aller Welt werden dann Karlsruhe und die ganze Landeskirche im September 2021 beleben – umso schöner, wenn wir in weiter ökumenischer Verbundenheit auch miteinander singen können.
Bitte markieren Sie das Chorfest vom 2. bis 4. Juli 2021 in Karlsruhe in Ihrem Kalender und kommen Sie zahlreich! Im Journal werden Sie jeweils über den Fortgang der Vorbereitungen auf dem Laufenden halten.

Begeisterndes Chorfest in Heidelberg

Das dreitägige Chorfest in Heidelberg vom 30.6. bis 2. Juli hat Besucher und Aktive begeistert. Auf den Plätzen, in den Kirchen, den Gemeindehäusern - und sogar draußen in der Natur: Die Stadt war durchdrungen von Musik. Trotz des wenig einladenden Wetters waren tausende nach Heidelberg gereist um mitzusingen und zu erleben. Ganz im Sinne von Martin Luther „davon ich singen und sagen soll“ wurden Ideen und Lieder der Reformation musikalisch höchst vielfältig in die Stadt getragen. Eine Besonderheit war auch, dass sämtliche Konzerte und Veranstaltungen beim Chorfest kostenfrei zu besuchen waren. Lediglich um Spenden wurde gebeten. Dass dies – trotz sechsstelliger Kosten für Technik, Bühnen und nicht zuletzt auch Sicherheit – möglich war ist Sponsoren und der Unterstützung der Landeskirche zu verdanken, denn der veranstaltende Chorverband hätte dies niemals allein tragen können.
Und die Resonanz übertraf die Erwartungen der Organisatoren bei Weitem : Oberkirchenrat Daniel Meier schätzt, dass gut 5000 Gäste und Sänger zusammenkamen. "Es war einfach grandios", resümiert auch Michael Braatz-Tempel, Heidelberger Bezirkskantor und Projektleiter des Chorfestes. Eineinhalb Jahre steckten er und sein Team in die Vorbereitung. "Jetzt bin ich erleichtert und froh, dass viele Menschen glücklich nach Hause fahren", sagt er.
Das Fest begann am Freitag mit einem Empfang des Oberbürgermeisters für geladene Gäste. Das anspruchsvolle Auftaktkonzert gestaltete die Hochschule für Kirchenmusik mit Helmut Barbes "Kammeroratorium 1648". Eine Podiumsdiskussion "Gewalt im Namen Gottes?" schließt sich an. Moderiert von Ulrich Deppendorf, sprachen Altbischof Prof. Wolfgang Huber, die Historikerin Dr. Corinna Hauswedell , der Heidelberger Theologe und Kirchenhistoriker Prof. Christoph Strohm und Jürgen Trittin, Bundestagsabgeordneter der Grünen und Mitglied im Auswärtigen Ausschuss.
Der Landeskirche, so Oberkirchenrat Dr. Matthias Kreplin ,sei es wichtig, sich als Friedenskirche zu positionieren. Zum Abschluß des Abends wurde der Messias von Georg Friedrich Händel in ökumenischer Zusammenarbeit von Markus Uhl und Michael Braatz-Tempel als Open-Air Konzert auf dem Uniplatz aufgeführt.
Am Samstag strömten dann Menschen aus ganz Baden nach Heidelberg, größtenteils mit Reisebussen oder auch mit dem Zug. Schon bei der Eröffnung auf dem Uniplatz mit gemeinsamen Singen und Grußworten waren die gut 1000 Sitzplätze fast vollständig belegt. Die beiden Landeskantoren Kord Michaelis und Johannes Michel teilten sich die Singeleitung und hatten ihre Freude an dem großen Chor. Dann machte leider einsetzender Nieselregen die Open-Air-Angebote etwas mühsam. Dafür waren die Kirchen beim „Mosaik der Chöre“ umso voller. Nachmittags klarte es auf und so konnte der „Messias zum Mitsingen“ ohne Probleme auf dem Uniplatz stattfinden. Zahlreiche workshops, vom Vortrag über Reformation bis zum Gospelworkshop, bedeuteten die Qual der Wal für die Teilnehmenden. Ein besonderer Höhepunkt war der Chorspaziergang über den Philosophenweg durch Michael Braatz-Tempel, der Geschichten über Heidelberg mit gemeinsamen Singen verband. Das Kindermusical Luther von G.P. Münden wurde unter Leitung von Bezirkskantorin Anne Langenbach aufgeführt und angereiste Kinder konnten in der Aufführung mitmachen und ein eigenes Kinderprogramm am Nachmittag des Chorfestes erleben.

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